Tag Archives: Stadt Düsseldorf

Paul Salitter – Führer der dritten Judendeportation aus Düsseldorf vom 11. Dez. 1941

12 Dez

Am 11. Dezember 2011 jährte sich zum 70. Mal der Tag, an dem eine Deportation von jüdischen Menschen aus dem Rheinland von Düsseldorf aus in Richtung Osten durchgeführt wurde.
Jeder Angehörige der Polizei konnte bereits am 1. Dezember 1941 in den »Mitteilungsblättern für die Schulung der Ordnungspolizei« nachlesen, was mit diesen Menschen passieren sollte: „Das Wort des Führers, dass ein vom Judentum angezettelter neuer Krieg nicht die Zerschlagung des antisemitischen Deutschland, sondern vielmehr das Ende des Judentums bringen werde, wird in diesen Tagen vollstreckt. Die gewaltigen Räume des Ostens, die Deutschland und Europa nun zur Kolonisation zur Verfügung stehen, ermöglichen in naher Zukunft auch die endgültige Lösung des jüdischen Problems, d.h. nicht nur die Entmachtung, sondern die tatsächliche Ausscheidung der parasitären Rasse aus der europäischen Völkerfamilie. Was noch vor 2 Jahren unmöglich erschien, wird nun Schritt für Schritt Wirklichkeit: Am Ende dieses Krieges steht das judenfreie Europa.“ Weiterlesen

Ahnenliste des Wilhelm Camphausen

12 Dez

Die Ahnenliste des Wilhelm Camphausen, erstellt von Gregor Thiemann für die Düsseldorfer Familienkunde, für das Web aufbereitet von Uwe Wassenberg

Generation I

1 Wilhelm CAMPHAUSEN, bekannter Schlachten- und
Geschichtsmaler (Reiterportraits), seit 1859 Professor an der Kunstakademie,, geboren am
07.02.1818 in Düsseldorf, gestorben am 18.06.1885 in Düsseldorf mit 67 Jahren. war
ein Vetter 2. Grades des preussischen Staatsmannes Ludolf Campenhausen (1803-1890)
.
Kirchliche Trauung mit 26 Jahren am 10.09.1844 mit Antonie Gabriele Charlotte NIEMEYER,
19 Jahre alt, geboren am 11.11.1824, gestorben am 20.01.1893 mit 68 Jahren, Tochter von Karl
Eduard
NIEMEYER und Charlotte Luise Katharina NITZE. Weiterlesen

Ahnenliste des Ferdinand Heye

12 Dez

Die Ahnenliste des Ferdinand Heye, erstellt von Gregor Thiemann für die Düsseldorfer Familienkunde, für das Web aufbereitet von Uwe Wassenberg
Generation I

1 Ferdinand August HEYE, Kaufmann, königlich preussischer
Kommerzienrat, Gründer der Gerresheimer Glashütte (1864), geboren am 13.07.1837 in
Bremen, gestorben am 26.07.1889 in Düsseldorf-Gerresheim mit 52 Jahren. Im
öffentlichen Anzeiger gab er bekannt, das er an der Gerresheimer Eisenbahnstation eine
Glasfabrik zu errichten gedenke, wozu er am 23.5.1864 die Konzession und polizeiliche
Erlaubnis erhielt.

Die Hütte wurde per Datum 21.12.1888 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.
Heyes rastlosem und unermüdlichem Bestreben ist es zu verdanken, das die Glashütte
heute noch eine der grössten Glasproduktionsstätten der Welt ist.

Nach ihm wurde in Düsseldorf-Gerresheim die Heyestrasse benannt.
Kirchliche Trauung am 02.07.1664 in Bremen (Zeugen: Düsseldorfer Familienkunde 3/1995)
mit Emma Friederike Pauline HEYE, geboren am 22.04.1840 in Bremen, gestorben
am 13.09.1928 in Düsseldorf mit 88 Jahren. Cousine 3. Grades, Tochter von Johann
Karl Heinrich
HEYE und Pauline JUNG. Weiterlesen

Wilhelm Wassenberg aus Düsseldorf-Vennhausen (1848)

12 Dez

20.) 06. Juni 1848

Steckbrief:
Der nachstehend beschriebene Knabe Wilhelm Wassenberg aus Vennhausen ( Stadtteil von Düsseldorf, Anm. von Uwe Wassenberg ) hat sich heimlich aus seiner elterlichen Wohnung entfernt und treibt sich vagabondirend umher.
Ich ersuche alle Polizeibehörden, denselben im Betretungsfalle anzuhalten und dem Bürgermeister in Gerresheim vorführen zu lassen.
Der Oberprokurator: Schnaase Weiterlesen

Jacobe von Baden: Düsseldorfer Schlossgespenst wird 450 Jahre alt

16 Jan

Das Jahr 2008 steht ganz im Zeichen Jan Wellems, der vor 350 Jahren in Düsseldorf geboren wurde. Aber auch eine andere bedeutende Persönlichkeit der Düsseldorfer Geschichte feiert dieses Jahr einen runden Geburtstag: 100 Jahre vor Jan Wellem wurde, am 16. Januar 1558, im Neuen Schloss in Baden-Baden Jacobe von Baden geboren, die am 16. Juni 1585 in Düsseldorf mit dem Thronfolger Johann Wilhelm I. verheiratet wurde.
Es war eine große, spektakuläre Hochzeitsfeier mit Hunderten von geladenen Gästen, Festessen, Turnieren, Schauspielen und Feuerwerken, ein echtes Event im Rheinland, worüber die Nachwelt durch den Bericht des bergischen Landschreibers Dietrich Graminäus recht gut informiert ist. Die in seiner gedruckten Beschreibung von 1587 wiedergegebenen Illustrationen sind zugleich die ältesten Bilddarstellungen Düsseldorfs.
Die badische Prinzessin sollte am Düsseldorfer Hofe nicht glücklich werden. Da war der alte misstrauische Herzog Wilhelm, der trotz mehrerer Schlaganfälle die Macht nicht aus den Händen geben wollte, da war ihr geistig beschränkter, unter Tobsuchtsanfällen leidender und wohl auch zeugungsunfähiger Ehemann, der zeitweise mit Gewalt daran gehindert werden musste, die Menschen seiner Umgebung tätlich anzugreifen, und da war ihre bigotte und intrigante Schwägerin Sybille, die alles tat, um ihr das Leben schwer zu machen.

Als „Weiße Frau“ geistert sie durch den Schlossturm

Als Jacobe nach dem Tod des alten Herzogs 1592 versuchte, für ihren regierungsunfähigen Gatten die Regentschaft zu führen, verstrickte sie sich immer mehr in die inneren Parteiungen zwischen katholischen und protestantischen Räten und verscherzte es sich mit jeder der Gruppierungen. Als überdies ein Verhältnis mit einem Höfling bekannt wurde, machte ihr die katholische Gruppierung mit Sybille an der Spitze 1595 den Prozess und setzte sie im Düsseldorfer Schloss fest. Vermutlich, weil der Kaiser das Ende des in Prag geführten Prozesses hinauszögerte und der Papst nicht in eine Scheidung einwilligen wollte, sahen sich die Hintermänner am Düsseldorfer Hof gezwungen, Jacobe auf andere Art und Weise „loszuwerden“. Am Morgen des 3. September 1597 fand man die 39-jährige Herzogin jedenfalls tot in ihrem Bett, obwohl vorher keinerlei Anzeichen für eine Krankheit erkennbar waren. Eine Zeichnung, die wohl kurz nach ihrem Tod angefertigt wurde, zeigt Würge- oder Strangulationsmerkmale am Hals.
Schnell kamen Gerüchte auf, dass sie ermordet worden sei. Ein Mörder wurde nie verhaftet. Ihr Leichnam wurde ohne große Feierlichkeiten zunächst in der Kreuzherrenkirche beigesetzt. Erst 1920 wurde der Sarg in die Fürstengruft der Lambertuskirche überführt. Nach der Düsseldorfer Legende aber geistert die unglückliche Jacobe von Baden weiterhin als Gespenst oder „Weiße Frau“ durch den Schlossturm – den Rest des alten fürstlichen Schlosses am Rhein.

Quelle: duesseldorf.de